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Blog Portugal

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​Vor der Stadt Olhão liegen zwei große Sandbänke. Einmal die Ilha da Armona. Bis zu diesem Strand fährt von Olhao aus eine Fähre, dauert gerade mal 15 Minuten. Olhão hat den größten Fischereihafen der Algarve. Hier die breite Hafeneinfahrt. Die zweite Sandbank ist die Ilha da Culatra.

 

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​Am liebsten fahren wir auf den schmalen, in der Karte weiß eingezeichneten Straßen, um die Gegend zu entdecken. Das haben wir auch einige Male von Moncarapacho aus gemacht. Die Touren sind toll und wer gerne wandert, kann das dort gut machen. Das Land ist karg, die Flussbette sind ausgetrocknet und man kann den ganzen Tag lang allein unterwegs sein. Doch Vorsicht vor den vielen freilaufenden Hunden. Angeblich hilft es, so zu tun, als ob man einen Stein nach ihnen wirft (ohne das natürlich zu tun). Dann hauen die meisten ab, weil sie schon schlechte Erfahrungen mit fiesen Menschen gemacht haben.

 

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​Senhor Joaquim hat wahnsinnig viel Arbeit, denn Orangen müssen sehr gut bewässert werden, ständig geerntet, hin und wieder geschnitten und auch sonst viel gepflegt werden, um einen gleich bleibend gute Ernte zu haben. Wir nehmen uns vor, nur noch die Ernte von portugiesischen Kleinbauern einzukaufen. Nicht nur, dass alles viel schmackhafter ist, das Geld kommt bei den Bauern an und nicht bei irgendwelchen Zwischenhändlern. Egal, wo man in Portugal unterwegs ist, es gibt immer Kleinbauern, die direkt an der Straße ihre Ernte verkaufen. Wir empfehlen: anhalten und einkaufen. Es ist in jedem Fall besser als im Supermarkt.

 

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​Wir lieben Orangen und besonders die von der Algarve. Weil sie viel süßer, schmackhafter und saftiger sind, als alle anderen Sorten aus Spanien oder Südafrika, die es bei uns im Supermarkt gibt. Warum können wir die denn nicht in Deutschland kaufen, fragen wir uns und wir machen uns auf die Suche nach einem Orangenbauern, der uns das erklärt. Wir sind bei Dona Zezinha auf dem Markt in Fuseta gelandet. Sie hat, wenn man vom Wasser aus in die Markthalle reingeht, gleich den ersten Stand rechts, auf den man zuläuft. Sie schneidet eine Orange auf und uns läuft das Wasser im Mund zusammen. Wir kaufen gleich einen ganzen Sack voll, 3 Kilo für 2,10 Euro. Wir fragen sie, wo ihre Obstgärten sind und sie sagt, fahrt doch bei meinem Mann vorbei, der zeigt euch alles. Davon berichten wir Euch nächste Woche.

 

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​In der Nähe von Moncarapacho finden wir eine traumhaft schöne Unterkunft bei Maria und Chris. Sie haben eine alte Quinta (Bauernhaus) in fünf schöne Apartments umgebaut mit viel Liebe zum Detail. Die beiden haben jede Menge Tipps, was man in der Umgebung alles unternehmen kann. In einem kleinen Garten bauen sie Gemüse an, das man ihnen für schmales Geld abkaufen kann. Die Quinta liegt mitten auf dem Land, ungefähr 5 Kilometer von der Küste entfernt und ist umgeben von Orangenhainen. Wirklich sehr idyllisch. http://de.monte-giao.com/

 

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​Nach Fuseta führt eine lange Straße. Sie endet am größeren Hauptplatz, dort gibt’s auch einige Parkmöglichkeiten. Von da aus kann man gut ans Wasser laufen und sich später in eine der netten Kneipen, Cafes oder Restaurants setzen. Unseren leckeren Kaffee haben wir bei Elisabetha im „O Buda“ (heißt übrigens nicht „Die Bude“ sondern „Der Buddha“) bekommen.

 

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​In den Dünen ragt ein Ankerwald als Andenken an die Thunfischfangstation hervor. Wegen des starken Rückgangs der Fangzahlen wurde die letzte Thunfischfangstation 1972 aufgegeben.

 

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​Ein Ausflug zum Strand mit dem Bimmelbähnchen lohnt sich. Das Auto haben wir einfach in dem Feriengebiet Pedras del Rei abgestellt. Die Bahn gibt es schon seit vielen Jahren. Früher haben sie damit Thunfisch in den Ort transportiert, heute die Urlauber. Wie überall an der Ostalgarve gibt es am Strand keinen Schatten, nur den, den man sich mit einem Schirm selbst mitbringen kann (gibt's in Touri Läden schon ab ca. 5 EUR) oder einem teuer erkauften (mit Liege zusammen für ca. 12,50 EUR am Tag). Der Strand ist wunderschön und die alte Thunfischfangstation mit dem Ankerwald in den Dünen einen Rundgang wert.

 

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​Santa Luzia liegt drei Kilometer westlich von Tavira. Der kleine Ort hat einige nette Restaurants direkt an der Hauptstraße. Hier ist es so ruhig und verschlafen, es macht uns großen Spaß, rumzulaufen. Zu sehen gibt’s hier auf den ersten Blick nicht viel, nur das echte portugiesische Leben, und das ist toll.

 

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​Wir wollen zum Pego do Inferno, zum Höllenloch. Hinter dem teuflischen Namen verbirgt sich ein idyllischer Wasserfall. Wir fahren von Tavira aus in nördlicher Richtung bis zum Ortsausgang von Tavira, unter der Eisenbahnbrücke durch und dann links entlang des Flusses. Inzwischen stehen einige Schilder, die den Weg weisen. Am Parkplatz gibt’s einen kleinen Kiosk, da kann man sich noch mal mit Getränken und Knabberzeug eindecken. Das Auto dort stehen lassen und dem Fußweg folgen. Badesachen nicht vergessen!

 

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​Wir lernen hier, wie das Sal Traditional von den Salzbauern mit Holzwerkzeug aus den Salinen per Hand abgetragen wird und wie die Salzblüte, das Flor de Sal von der Oberfläche abgeschöpft wird. Wir lassen uns das frisch geerntete Sal Traditional auf der Zunge zergehen und sind überrascht, dass das Meersalz gar keinen scharfen Salzgeschmack hat, sondern eher würzig ist. Und so was von lecker! Wer auch mal probieren möchte: www.marisol.biz auf der Internetseite sind Händlerhinweise, wer das Salz in Deutschland vertreibt. Die beiden Salzhändler haben auch ein großartiges Fischbuch geschrieben. Das beste Fischbuch der Welt, wie wir finden, sehr lesenswert, weil sehr kurzweilig und schön geschrieben: "Fische der Algarve – Ein kulinarischer Streifzug durch Markt und Küche" von Nico Böer und Andrea Siebert.

 

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Schon von weitem sehen wir die Salinen, die etwas außerhalb von Tavira liegen. Hier wurde schon zu Zeiten der Römer Salz aus dem Meer gewonnen und genau so, wie sie es vor tausenden Jahren gemacht haben, so macht man es noch heute. Wir empfehlen, eine Salinentour bei Andrea Siebert zu machen https://www.marisol.biz/en/sea-salt/artisan-salt-production.html. Unbedingt vorher einen Termin ausmachen, denn das Büro befindet sich nicht an den Salinen und einfach so rumlaufen, darf man da natürlich auch nicht, hier wird schließlich ein Lebensmittel hergestellt.

 

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Tavira selbst hat keinen Strand. Man muss von hier auf die vorgelagerte Sandbank Ilha da Tavira fahren. Die Fähren zur Insel legen in der Hauptsaison am Rio Gilão noch vor der großen Autobrücke ab. An der Abfahrtsstelle hängt ein Fahrplan.

 

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Wir stellen in Tavira unser Auto immer auf den kostenlosen Parkplatz unterhalb der Autobrücke. Von da aus einfach am Rio Gilão entlang zur siebenbogigen Brücke gehen und rechts und links vom Fluss die Straßen entlang laufen. Das alte Castelo, die Burgruine, von der man einen guten Blick über die ganze Stadt hat, liegt sichtbar etwas oberhalb und ist gut ausgeschildert. Tavira ist eine tolle Stadt. Gemütlich, entspannt, alt und wahnsinnig hübsch. An den vielen alten Gebäuden sind noch die vergangenen Zeiten sichtbar, in denen Salzhändler und Thunfischbarone hier das Sagen hatten.

 

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Unter uns die Watt- und Dünenlandschaft der Ria Formosa. Ökologisch von unschätzbarem Wert ist das Gebiet ähnlich bedeutsam wie das Weltnaturerbe Wattenmeer in der Nordsee. Seit 1987 ist die Ria Formosa offiziell ein Naturpark. Meeresbiologen schätzen, dass bis zu 80% der Fische des Nordatlantiks in der Ria laichen und ihre Kindheit verbringen, weil das Wasser durch den ständigen Austausch durch die Gezeiten so sauber und sauerstoffreich ist. Entstanden ist die Lagunenlandschaft durch die Flutwelle nach dem Erdbeben 1755. Insgesamt ist der geschützte Küstenstreifen knapp 60 km lang.

 

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Der kleine Ort Cacela Velha ist ausgeschildert, wenn man auf der N 125 unterwegs ist. Auto einfach auf dem kleinen Parkplatz vorne abstellen und durch die hübschen Gassen schlendern. Die Restaurants hatten leider zu als wir um die Mittagszeit da waren, aber abends sind sie bestimmt einen Ausflug wert. Unbedingt mal die Treppen runter zur Lagune gehen vorbei an riesigen Kaktusfeigen. Hier beginnt die Ria Formosa, das 60 Kilometer lange Naturschutzgebiet mit Watt- und Dünenlandschaft und man schaut auf die idyllische Lagune.

 

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​Wir fahren zurück zum Meer bis zur Mündung des Rio Guadiana. Hier beginnt die Algarveküste. Bis zum Horizont ein riesiger Sandkasten. Muscheln gedeihen im Sand zu Hauf. Deswegen sind viele Muschelsucher unterwegs. Vor allen Dingen Herzmuscheln stecken hier im Sand. 

 

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Das ist dieser hübsche Strand, von dem wir letztens berichtet haben. Wie gesagt, einfach über die Brücke Richtung Jugendherberge laufen, ist dann ausgeschildert als "praia fluvial".

 

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Nur 40 Kilometer von V.R.d.S.A. den Rio Guadiana flussaufwärts liegt Alcoutim. Der kleine Ort entstand, weil hier früher die Schiffe festgemacht haben, um auf Hochwasser zu warten. Ab hier ist die Flussschifffahrt von den Gezeiten abhängig. Die Fahrt führt durch schöne Natur. Unterwegs steigen wir immer mal wieder aus, um die Aussicht auf den Fluss zu genießen. In Alcoutim ist kaum etwas los, wir laufen durch die 1200 Einwohner Stadt. Kein Mensch ist auf der Straße. Wir fragen uns, wo die alle sind. Vom Castelo hat man einen schönen Blick auf das spanische Grenzdorf gegenüber, das aussieht, als wäre es ein Spiegelbild von Alcoutim. Es gibt hier einen hübschen Flussstrand. Einfach über die Brücke Richtung Jugendherberge laufen, ist dann ausgeschildert als "praia fluvial".

 

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Als wir zum ersten Mal Portugiesisch gehört haben, klang es für uns wie ein Mix aus ungarisch und holländisch. Portugiesisch ist nicht einfach, denn Schrift und Aussprache haben nicht das geringste miteinander zu tun. Mit Englisch kommt man ganz gut durch aber sobald man nur ein paar Brocken portugiesisch spricht, kennt die Begeisterung darüber keine Grenzen. Das wichtigste Wort heißt Obrigado und heißt: Dankeschön. Wenn sie ein Mann sind, sagen sie "Obrigado" mit einem "O" am Ende, dass wie ein "U" gesprochen wird. Und wenn sie eine Frau sind, sagen sie Obrigada, mit "A" am Ende.

 

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​Mittelpunkt der Stadt ist der große Praca do Marques de Pombal. Wie auf fast jedem Platz in Portugal treffen sich die Rentner zum Klönschnack. Was uns auffällt ist, dass die Damen auf der einen Seite des Platzes sitzen und die Männer auf der anderen.

 

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Viele Tagestouristen aus Spanien sind hier heutzutage unterwegs, um Schnäppchen zu machen, denn hier sind Haushaltswaren und Handtücher viel billiger. Ob auch schöner, können wir nicht beurteilen. Wir machen eine kleine Kreuzfahrt über den Fluss auf die andere Seite nach Spanien. Der Fähranleger ist an der Prachtstraße. Die Überfahrt dauert etwa 10 Minuten. Wir laufen ein bisschen durch den spanischen Grenzort Ayamonte und uns fällt auf, dass hier das Leben viel hektischer und lauter als in Portugal ist. Das liegt vielleicht an den Spaniern, deren Sprachen mit viel mehr Druck, mehr Lautstärke und mit dem vielfachen an Geschwindigkeit gesprochen wird.

Bestimmt auch nett: Tagesausflüge mit dem Schiff auf dem Rio Guadiana. Die Boote fahren sogar teilweise bis Alcoutim. Haben wir nicht gemacht, aber steht das nächste Mal auf unserem Programm. Wir fahren an den Strand von Vila Real. Hübscher Strandhafer erinnert an die Nordseestrände, und der Blick Richtung Osten die Algarveküste entlang ist toll. Kilometerlanger Sandstrand, so weit wir gucken können.

 

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Wir starten unsere Reise entlang der Algarveküste in Vila Real de Santo António. V.R.d.S.A. liegt am Fluss Guadiana, der die Grenze zu Spanien markiert. Die Stadt ist sehr besonders für die Algarve, denn hier führen keine verwinkelten Gassen zum Dorfplatz. Vielmehr sind alle Straßen exakt im 90 Grad Winkel gebaut. Und das kam so: als 1755 ein verheerendes Erdbeben die gesamte Algarve verwüstete, ist auch der Ort Vila Real zerstört worden. Der damalige Minister Marques de Pombal hat den Ort in nur fünf Monaten wieder aufbauen lassen. In Sichtweite hat er direkt am Wasser eine Prachtstraße bauen lassen, um den Spaniern zu zeigen, wo der Hammer hängt.