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Blog Neuseeland

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24.01. NORDINSEL. Südspitze. Wellington. Regen, 19 Grad.

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Heute mal ein bisschen früher aus den Federn. Wetter: Stark bewölkt und Regen. Der ideale Shoppingtag. Wir fahren zu einem Outlet Center außerhalb von Wellington in Tawa. Wir sind optimistisch und kaufen Sonnenbrillen. Vorher haben wir noch einen Abstecher in den botanischen Garten gemacht. Ein Cable Car fährt von der Innenstadt bis in den schönen Park. Lohnt sich auch bei Regen. Hier gibt’s einen guten Überblick über die neuseeländische Flora. Eintritt frei. Danach fahren wir zum Courtenay Place - neben der Cuba Street noch ne hippe Gegend - und trinken nen Cappuccino im Deluxe Cafe. Lecker Kaffee und Kuchen. Gestärkt gehen wir ins Te Papa National Museum. Bei Regentagen und auch sonst eigentlich ein Muss. Eintritt frei. Spitzenmäßige Ausstellung, toll gemacht, zum gucken, anfassen, erleben. Kann man ohne Langeweile mehr als zwei Stunden angucken. Auch Museumsmuffel haben hier ihren Spaß. www.tepapa.govt.nz Danach brauchen wir Speise. Auf der Cuba Street beim Inder namens Tulsi. Der Hammer. Wir haben noch nie so gut indisch gegessen. (Und die Inder in Frankfurt sind auch nicht schlecht). Echt ein schöner Tag in Wellington. Vielen Dank an Torsten und Lisa, die uns die schönsten Plätze der Stadt gezeigt haben. Gegen Abend kommt sogar noch mal die Sonne raus und wir fahren auf den Mount Victoria (196 Meter). Wir genießen einen 360 Grad Panoramablick über ganz Wellington. Auch von diesem Aussichtspunkt sieht die Stadt schöner aus als Auckland. Wir freuen uns schon, in einem Monat wieder hier zu sein.

 

23.01. NORDINSEL. Südspitze. Wellington. Regen, 19 Grad.

Heute ist es zur Abwechslung mal regnerisch. Wir fahren durch die Stadt. Dort gibt’s ein Skateboard, Inline und BMX Festival. Wir gucken das BMX Finale live. Echt beeindruckend, was die Jungs draufhaben. Haben wir auch noch nicht gesehen. Dann lecker essen. Die ersten neuseeländischen Fish and Chips beim Takeaway. Echt gut, reichlich und für'n Appel und'n Ei. Für 8 Euro kriegt man mit Fisch und Fritten vier Leute pappsatt.

 

22.01. NORDINSEL. Südspitze. Wellington. 205.500 Einwohner. Bewölkt, 20 Grad.

Heute erstmal Rausch ausschlafen. Dann machen wir mit Torsten und Lisa eine Sightseeingtour durch Wellington. Es gibt viele schöne Cafes und Bars. Besonders nett ist die Cuba Street (so ein bisschen wie das Schanzenviertel in Hamburg oder Berger Strasse in Frankfurt). Dann besuchen wir noch zwei Freunde von Torsten und Lisa, die auch auf der Party waren. Abends sitzen wir bei Tosten und Lisa und quatschen. Die beiden haben viel erlebt, haben in London und Barcelona gelebt, sind mit der transsibirischen Eisenbahn ostwärts durch die Mongolei, durch China und Laos gereist, haben dann ein halbes Jahr in Bangkok gearbeitet und sind jetzt in Neuseeland angekommen. Lisa hat sofort einen Job bekommen. Torsten ist immer noch arbeitslos…

 

21.01. NORDINSEL. Westküste. Von Wanganui nach Wellington. 200 KM. Leicht bewölkt, 20 Grad.

Ohne etwas in Wanganui unternommen zu haben, fahren wir los. (Ok, man kann auf dem Wanganui River mehrtägige Kanufahrten machen, aber wir denken, wir finden dafür noch wesentlich schönere Flüsse und bessere Gelegenheiten). Immer zwischen ein bis zehn Kilometer von der Küste entfernt, geht es durch leicht hügeliges Land Richtung Wellington. Auch hier halten wir an ein paar Stränden. Alle einsam, wild und mit viel Treibholz. Je näher wir an Wellington kommen, desto mehr Leute sind am Strand. Als wir nach Wellington reinfahren, merken wir schnell, dass die Stadt anders ist als Auckland. Wellington liegt viel schöner. An Hügeln, von Wasser umgeben, viele Halbinseln. Wir fahren direkt durch die City und suchen den Stadtteil Strathmore, wo Torsten und Lisa wohnen. Wir finden die Strasse schnell. Tannadyce Street. Wow, ein richtig schönes weißes Holzhaus am Berghang mit Blick auf die Stadt. Wir freuen uns tierisch, uns wieder zu sehen. Endlich da, haben wir noch in bisschen Zeit zu reden, bis die Geburtstagsgäste kommen. Schon lustig, wie sehr man sich verändert, wenn man sich viele Jahre nicht gesehen hat. Torsten hat schon fast keine Haare mehr und trägt deswegen immer eine Mütze. Um 18:00 Uhr kommen die Leute. Um die 20 Neuseeländer aus Wellington. Die Party nimmt für uns einen völlig ungewohnten Verlauf. Um 19:00 Uhr wird gegrillt, danach ein bisschen gequatscht. Bis hierhin noch ganz normal. Aber um 22:00 Uhr stehen alle auf und fahren nach Hause, obwohl Torsten ja reinfeiern will. Wir finden das ziemlich unhöflich, aber die Neuseeländer werden wenn es dunkel wird müde und dann gehen sie eben ins Bett. Wir fühlen uns sauwohl, trinken (zu) viel und lange.

 

20.01. NORDINSEL. Westküste. Wanganui. 40.700 Einwohner. Bewölkt, 21 Grad.

Und weil in Wanganui nix los ist, nutzen wir den Tag, um einfach mal auszupennen, die zwölf Stunden Zeitunterschied stecken doch irgendwie in den Knochen. Am nächsten Tag wollen wir unseren Freund Torsten besuchen, der mit seiner Freundin Lisa seit einem halben Jahr in Wellington wohnt. Torsten feiert am 21.01. in seinen Geburtstag rein. Wir sind saumäßig gespannt auf Torsten, Lisa, ihre Freunde, die Wohnung und natürlich auf ihre Geschichten. Wir haben uns schon lang nicht mehr gesehen. In der Nacht werden wir von einem starken Erdbeben geweckt. In leichter Panik rennen wir sofort ins Freie. Sekunden später ist alles vorbei. Wir gehen wieder ins Bett. Erst am nächsten Morgen erfahren wir, dass nichts passiert ist und dass das Erdbeben eine Stärke von 5,6 auf der Richterskala hatte…

 

18.01. NORDINSEL. Westküste. New Plymouth. Leicht bewölkt bis sonnig, 22 Grad.

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In New Plymouth gibt es vor allen Dingen eine Attraktion: den Mount Taranaki (2518 Meter). Von der Stadt aus gut zu sehen. Ein Vulkankegel wie aus dem Bilderbuch mit einem Mützchen aus Schnee. Oft ist er in Wolken gehüllt und wenn das Wetter morgens gut ist, sollte man sich so schnell wie möglich auf den Weg machen und auf den Vulkan laufen. Von New Plymouth fährt man zum Vulkan bis nach Egmont Village und von dort aus den Berg hoch bis zum "Visitors Information Center". Von hier aus kann man einen Haufen Touren machen. Kurze Wanderungen von ein bis drei Stunden, oder eine Besteigung des Gipfels. In fünf Stunden hoch und in 3 Stunden runter (bis zum Gipfel nur mit Bergsteigerausrüstung). Oder auch bis zu Fünftagestoren um den ganzen Berg herum mit Übernachtungen in Hütten. "Der Berg ist ein Killer" sagen die Leute hier. 83 Menschen hat er schon auf dem Gewissen. Geht man nämlich bei 25 Grad und Sonnenschein den Berg rauf, kann das Wetter innerhalb weniger Minuten komplett umschlagen. Kalter Nebel kommt über den Berg, Wolken, vielleicht sogar Schnee – auch im Sommer. Und schwupps ist der dumme Touri in Sandalen und kurzen Hosen schockgefrostet und endet einige 1000 Jahre später als Ötzi.

Der Eintritt in den Nationalpark ist frei. Wir laufen vom Visitors Center den "Veronica Trail Loop" und besteigen den Berg bis zu dem oberen Rundweg. Tatsächlich wird es oben ganz schön kalt und Nebel zieht auf. Weiter zu gehen bringt leider nichts mehr und wir machen kehrt. Immerhin eine schöne vierstündige Wandertour. Wieder zurück auf dem Weg nach New Plymouth sollte man unbedingt einen Stop am Lake Mangamahoe machen. Der Vulkan spiegelt sich hier im Wasser des Sees. Dolles Foto.

In New Plymouth kaufen wir noch in einem Baumarkt ein Boogieboard und einen MP3 CD Player für’s Auto. Die Musik aus dem Autoradio ist nicht so prickelnd, außer man steht auf 24 Stunden Countrymusik. Um 17:30 Uhr machen die Geschäfte zu und danach ist die Stadt so gut wie ausgestorben. Unglaublich, dass hier fast 50.000 Menschen leben sollen. https://www.newzealand.com/int/destinations/

Info: Touristeninformation

Jeder noch so kleine Ort hat einen Visitor Center, leicht an einem grünen Farnblatt auf weißem Grund zu erkennen und immer gut ausgeschildert. 12 Dort warten unglaublich hilfsbereite Menschen darauf, dass man sie fordert: sie helfen, Touren zu buchen, stellen ganze Hotelrouten zusammen und wissen über die Straßenverhältnisse zum nächsten Ziel bestens Bescheid. (bis wohin Schotterpiste, wie lange zu fahren, etc…) Dort gibt es jede Menge kostenloser Broschüren über alle Aktivitäten und Unterkünfte der Umgebung.

 

17.01. NORDINSEL. Westküste. Von Raglan nach New Plymouth. 260 KM. Leicht bewölkt, 23 Grad.

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Wir verlassen Raglan und fahren nach New Plymouth. 20 Kilometer südlich von Raglan gibt es einen schönen Wasserfall: Bridal Veil Falls. Vom Parkplatz aus läuft man fünf Minuten zum Wasserfall. 55 Meter fällt das Wasser in die Tiefe. In zehn Minuten ist man bis nach unten gelaufen. In einem Talkessel rauscht das Wasser in einen Pool und die Luft ist voller Wassertropfen, die in der Sonne glitzern. Der Wasserfall ist wirklich einen Besuch wert. Danach sind wir eine „tolle“ Abkürzung gefahren. 35 Kilometer auf einer schlechten Schotterpiste. Aber spart tierische 30 Kilometer! Wir kommen nur an einigen Farmen vorbei. Da keine Hinweisschilder stehen, fahren wir an den Abzweigungen nach Karte, Bauchgefühl und Sonnenstand. Dann ein Schild und ein paar Autos. Endlich Orientierung. Leider stehen wir aber nach eineinhalb Stunden wieder auf dem Parkplatz vor dem Wasserfall! Selbst im Nachhinein wissen wir nicht, wie es passieren konnte, im Kreis zu fahren. Wir nehmen dann doch lieber die asphaltierte Hauptstraße zum nächsten Ort Hamilton, heute kein Risiko mehr eingehen. An der nächsten Tankstelle kaufen wir uns eine richtig gute Straßenkarte. Die braucht man hier aber auch wirklich. Wir empfehlen einen Atlas im Maßstab 1:25.000, kostet ca. 15,00 Euro. Jetzt fahren wir gemütlich – nach Karte - durchs hügelige Farmland bis nach New Plymouth.

Info: Verkehr

Die Neuseeländer fahren ja auf der von uns aus gesehenen falschen Seite. Das ist gewöhnungsbedürftig, aber nach wenigen Tagen schon ok. Viele Straßen sind einspurige Schotterpisten, gerne auch kurvenreich. Die Fahrerei ist deshalb manchmal anstrengend. Man darf sich als Etappenziel am Tag nicht so viele Kilometer wie in Deutschland vornehmen. Es geht hier einfach langsamer voran. (Allerhöchstens ca. 100 km in zwei Stunden ohne Pause). Das Fahren auf den asphaltierten Landstraßen ist sehr angenehm, weil es wenig Verkehr gibt. Man vergisst beinahe, dass man einen Rückspiegel hat. Der Neuseeländer an sich ist ein defensiver Fahrer: selbst wenn er überholen will, hält er bis zur nächsten Lücke oder Geraden großen Abstand. Wer individuell fahren will und sich seine Strecken selbst zusammenstellt, braucht eine aktuelle Straßenkarte, in der auch die kleinsten Schotterpisten eingezeichnet sind. Manchmal sind die Wegweiser spärlich. Wichtig ist auch zu wissen, ab wo eine Straße asphaltiert ist, damit man die Tagesetappe kalkulieren kann. Alle Ausflugsziele sind in Neuseeland vorbildlich beschildert. Nicht nur die touristischen Hauptattraktionen, sondern jeder noch so kleine Wasserfall, See oder Aussichtspunkt hat sein eigenes braunes Hinweisschild. Direkt am Parkplatz des Ziels sind Zeiten angegeben, wie lang man zu der Sehenswürdigkeit läuft.

 

 

16.01. NORDINSEL, Westküste. Raglan. Sonne, 26 Grad.

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Von Raglan aus fahren wir zu den Stränden Wainui, Manu Bay und Whale Bay. Alles sehr gute Surferstrände. Wanui ist für Anfänger. Ein breiter, großer Sandstrand mit steilen Klippen im Rücken. Manu Bay ist für die Surfer, die es können. Direkt vom Strand geht‘s von großen Steinen aus ins Wasser. Die längste Lefthanded Welle der Welt - sagt man hier. In der Whale Bay sind die Wellen noch höher. Die Surfer paddeln nicht von einem Strand aus los, sondern springen trotz starker Brandung über Felsen ins Wasser. Saugefährlich, wenn ein Brecher die Surfer volle Breitseite erwischt. Sie springen direkt in die Welle und schwimmen so schnell sie können aus der Gefahrenzone. Wir gucken stundenlang den Surfern zu, die in waghalsigen Manövern die Wellen abreiten. Abends kaufen wir ein paar Bier im Supermarkt und setzen uns vor unsere Cabin als wir Sektkorken knallen hören. Wir nehmen unser Bier, gehen dem Geräusch nach und setzen uns zu zwei trinkfreudigen Neuseeländerinnen, Debbie und Sue. Beide so um die 40 Jahre alt. Debbie ist auf einer Farm mitten in der Pampa in Priongia groß geworden, ihr Mann ist Truckdriver. Kernige Mädels. Wir trinken das Bier, die Mädels trinken Erdbeersekt und danach eine Flasche Wodka. Smirnoff - 1 Liter. Gemischt mit weißer Brause geht auch diese Flasche ziemlich schnell auf Normal Null. Es ist nicht so ganz einfach, die Mädels zu verstehen. Das liegt zum einem an dem heftigen neuseeländischen Dialekt, zum anderen auch an der ziemlich alkoholgeschwängerten Zunge. Sie erzählen uns vom Campingplatzurlaub, vom Leben auf der Farm und geben uns tolle Tipps für unsere Reise. Debbie wird immer betrunkener und gegen 1:00 Uhr sind sie und ihre Alkoholvorräte dann geschafft und damit ist der lustige Abend zu Ende. Die beiden geben uns einen Vorgeschmack auf vielleicht noch viele lustige Abende mit Neuseeländern. Es sollte dann aber doch alles ganz anders kommen...

 

15.01. NORDINSEL. Westküste.

Von Auckland nach Raglan. Bewölkt, 21 Grad. Wir fahren mit unserer Kiste los. Von Auckland an der Küste Richtung Süden. Wir wollen ins 180 Kilometer entfernte Raglan. Auf dem Highway merken wir, dass das Auto beim Fahren ruckelt. Da wir keine Ahnung haben, reimen wir uns etwas von "auf 3 statt auf 4 Zylindern fahren" zusammen. Egal, immerhin fährt das Auto. Nach 30 Kilometer verlassen wir den Highway und schnell wird die Strecke sehr ländlich. Grüne, saftige Hügel soweit das Auge reicht. Mal ein bisschen wie Dünenlandschaft, mal mit Fichten bespickt, mal mit Farnen und Palmen, fast ein bisschen tropisch. Plötzlich hört dann auch der Asphalt auf und wir fahren auf einer unbefestigten Gravel Road. Eigentlich nichts Besonderes, aber bei dem Auto? Wir haben Angst, denn die nächsten 150 Kilometer gibt es keine Werkstatt, kein Kiosk. Nur Hügel mit Schafen und ab und zu eine Farm (alle 20 Kilometer). Das Auto hört nicht auf zu ruckeln, aber wir gewöhnen uns dran. Haben wir Ahnungslosen uns eine Schrottkarre andrehen lassen? Immerhin schafft der Wagen den ersten Tag bis Raglan. Raglan soll ja DER Surferort in Neuseeland sein, zumindest laut Reiseführer. Also sind unsere Erwartungen an den Ort und die Wellen groß. Tja. Raglan ist ein beschauliches kleines Kaff mit einer hübschen Hauptstraße und einigen Geschäften. Der 2700-Einwohner-Ort liegt an einer breiten Lagune. Der Backpacker direkt am Stand ist leider schon voll. Schade, sah nett aus. Wir kommen in einem 8Bettzimmer (Cabin) auf einem schönen Campingplatz unter, müssen das Zimmer aber mit niemandem teilen. Dafür teilen wir uns einen Kühlschrank mit ein paar Bewohnern von anderen Cabins. Gegen einen kleinen Aufpreis leihen wir Bettwäsche. www.raglanholidaypark.co.nz

 

14.01 NORDINSEL. Auckland. Sonnig, 26 Grad.

Im Januar, also in der Hauptsaison, ist uns ein Mietwagen zu teuer (ab 25,00 Euro pro Tag bei Langzeitmiete). Also gehen wir in die East Street, die von der K-Road abgeht, zum privaten "Backpacker Car World" www.backpackercarworld.com Von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr kommen dort in einer Garage andauernd Backpacker an, die ihr Auto verkaufen wollen. Die Backpacker, die noch kein Gefährt haben, schleichen um die Autos, vergleichen die Preise und versuchen, ein Schnäppchen zu machen. Wichtig ist uns eine Servolenkung für die kurvenreichen Straßen, ein Kofferraum mit Abdeckung und sonst nix. Nach eineinhalb Stunden schlagen wir zu. Nach einer aufregenden Probefahrt im Linksverkehr kaufen wir einen 20 Jahre alten Toyota Corona. Die Engländerinnen wollen 500 Euro. Wir bieten 350 und treffen uns in der Mitte bei 425 Euro. Geschäft gemacht. Das Auto hat noch WOF (Warrant of Fitness = TÜV und Registration = Zulassung). Die WOF und Registration sollten am besten bis zum Ende der Reise gültig sein, damit man sich damit nicht rumschlagen muss. In "Backpackers Car World" können wir direkt vor Ort den Change of Ownership (Fahrzeughalterwechsel) für 16,50 Euro und der Police Check für 19,50 Euro machen. Beim Police Check wird geguckt, ob das Auto als gestohlen gemeldet ist, oder ob noch Dritte Ansprüche haben, weil der Vorbesitzer beispielsweise Schulden hatte. Der Police Check ist keine Pflicht, aber sinnvoll. Dann schließen wir hier auch noch eine Versicherung ab. 90 Euro für drei Monate Haftpflicht. Das war uns die Sache wert, schließlich fahren wir dort im Linksverkehr und es bedarf einiger Übung und Konzentration, auf der anderen Straßenseite zu fahren und nicht den Wischer, sondern den Blinker zu betätigen. Die Formalitäten sind unbürokratisch und dauern insgesamt nur eine halbe Stunde. Als stolze Autobesitzer fahren wir vom Hof und laden die beiden Vorbesitzerinnen noch zu einem Kaffee ein.

Info:

Wir haben angenommen, dass man in Neuseeland mit öffentlichen Bussen wie auch in anderen Ländern gut vorankommen müsste. Ist ja schließlich ein hoch industrialisiertes Land. Aber: In den Großstädten gibt es zwar 6 Nahverkehr, aber sonst geht nichts. Es gibt Reisegesellschaften (wie Kiwi Experience), die festgelegte Routen fahren und in die man ein- und aussteigen kann, wann und wo man möchte. Mit den Bussen fahren meist Anfang 20jährige. Der Nachteil ist aber, dass man Orte abseits der Touristenpfade nicht kennen lernt. Ein Mietwagen ist daher eine echte Alternative, kostet aber in der Hochsaison um die € 25,00 pro Tag. Manche Mietwagengesellschaften erlauben, den Mietwagen mit der Fähre auf die andere Insel mitzunehmen, andere stellen ihren Kunden am anderen Ufer ein anderes Auto hin und man schleppt das Gepäck aufs Schiff und wieder runter. Für 3 Monate kostet es bei www.billiger-mietwagen.de z.B. ca. 2.000,00 Euro. Ausgesprochen beliebt sind Motorhomes, die auch gemietet werden können und in vielen verschiedenen Ausführungen durchs Land tuckern. Angeboten werden auch kleine Vans, die mit sämtlichen Campingutensilien auch im "Backpackers Car Market" verkauft werden. Diese haben alle den Vorteil, dass man sich nicht um eine Unterkunft kümmern muss. In Neuseeland ist Wildcampen erlaubt und es gibt viele naturnahe "DOC"-Campingplätze (ohne Infrastruktur - errichtet vom Department of Conservation) an den schönsten Stellen des Landes. https://www.doc.govt.nz/ Trampen ist in Neuseeland sehr einfach. Es fahren auf dem Land zwar nicht viele Autos. Weil die Fahrer das aber wissen, wird man ziemlich schnell mitgenommen. Außerdem gibt es viele Radfahrer, die auf Nord- und Südinsel gleichermaßen unterwegs sind. Tankstellen sollte man übrigens nehmen, wenn sie daher kommen. Oft liegen viele Kilometer zwischen den Zapfsäulen. Siehe auch: www.newzealand.com/travel/de/getting-to-aroundnz/ gettingto-around-nz_home.cfm

 

Kaltes Wasser am Sunset Beach

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Wir machen eine kurze Pause am Sunset Beach und schauen ein paar Surfern zu, die sich bei 16 Grad Wassertemperatur noch nicht so richtigin die Fluten trauen.

 

13.01. NORDINSEL. Auckland. Sonnig, 25 Grad.

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Wir wollen endlich sehen, wie es hier aussieht, in Neuseeland und machen eine Sightseeingtour durch Auckland. Einmal rauf auf den Skytower (Fernsehturm) www.skycityauckland.co.nz Der Blick über die Stadt ist sehr schön. Wir schauen auf den großen Hafen, sehen moderne Bürohäuser neben alten viktorianischen Gebäuden stehen. Auckland ist die größte Stadt Neuseelands, aber nicht die Hauptstadt, denn das ist Wellington. Hier leben mehr Menschen als auf der ganzen Südinsel zusammen.

Wir stürzen uns ins Getümmel und laufen über die Queen Street, die lange Einkaufsmeile der Stadt. Auf der Karangahape Road sind viele Kneipen und Bars und man kann abends gut weggehen. Die Straße nennen alle einfach nur K-Road. Auf kurzen Strecken kann man gut den Bus benutzen www.at.govt.nz/bus-train-ferry. Das Ticket kauft man direkt beim Fahrer, es gilt aber nur für diese eine Busfahrt. Wenn man umsteigt, zahlt man neu. Manchmal ist es billiger, mit einem Umweg zum Ziel zu kommen, aber dafür nur eine Buslinie zu benutzen.

 

12.01. KUALA LUMPUR – AUCKLAND. 8734 KM.

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Abends um 10:00 Uhr fliegen wir mit einer Stunde Verspätung weiter. Nach insgesamt 37 Stunden auf den Beinen, kommen wir um 12:00 Uhr mittags in Auckland an. www.aucklandnz.com

Gutes Klima hier im Januar. Ungefähr 25 Grad. Am Flughafen haben wir an der „Tourist Information“ einen Shuttle Bus gebucht, der in die Innenstadt fährt. www.supershuttle.co.nz

Bei zwei Personen macht das bei uns rund 20,00 Euro, bei mehreren Personen wird’s billiger, so ca. 12 Euro. (Alle Preise sind von uns schon in Euro umgerechnet). An der Information gibt es auch ein riesiges Regal mit hunderten von Flyern mit Tipps und Infos über Touristen-Attraktionen und Unterkünfte für ganz Neuseeland. Hier gibt’s viele interessante Informationen und man sollte sich bedienen. Vorsicht, Reizüberflutung! Es gibt zwar in den Touristenbüros der jeweiligen Städte und Dörfer auch viele Flyer, aber immer nur aus der jeweiligen Region. Der Minibus nach Auckland setzt jeden der acht Insassen an seinem Backpacker ab.

Wir übernachten im „Bamber House“. www.bamberhouse.co.nz/

Es ist eine sehr schöne weiße Holzvilla mit Pool und Garten. Die einzige Unterkunft, die wir schon von Deutschland aus gebucht haben. Der Backpacker liegt im Stadtteil Mount Eden, hier gibt es Geschäfte und eine kleine Einkaufsmeile mit Cafes. Ganz in der Nähe liegt der erloschene Vulkankrater „Mount Eden“ (ca. 20 Minuten Fußweg). Von hier aus haben wir einen prima Blick über die ganze Stadt. Uns fällt auf: Auckland ist eine Ansammlung von Einfamilienhäusern, die zwischen mehreren Vulkankratern liegen. 1,57 Millionen Menschen leben hier.

 

10. und 11.01. FRANKFURT – KUALA LUMPUR. 10.000 KM.

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Abflug Frankfurt: 12:00 Uhr. Ankunft Kuala Lumpur: 6:55 Uhr. Der Flug mit Malaysia Airlines ist toll. Wir haben richtig Glück, das Personal an Board ist wirklich sehr nett, die Sitzreihen stehen weiter als bei anderen Fluggesellschaften auseinander, und die günstigsten sind sie auch. Wir haben ca. 14 Stunden Aufenthalt in Kuala Lumpur und ein reserviertes Hotelzimmer. Zuerst haben wir gedacht, wir nutzen das Hotel, um nach dem langen Flug einfach mal zu schlafen. Wir sind dann aber doch so neugierig auf das Land, dass wir in die Stadt fahren. Vom Hotel, das außerhalb gelegen ist, fahren wir mit einem Taxi bis zum Bahnhof. Wir haben das Taxi einfach an der Strasse angehalten, denn ein Taxi, was der Hotelportier bestellt, ist doppelt so teuer. An der S-Bahn Station ziehen wir uns ein Ticket für umgerechnet 65 Cent. 40 Minuten dauert die Fahrt bis in die City. Die Stadt ist wie geleckt, die Leute sind wirklich sehr nett. Es ist alles relaxt und nicht so wuselig wie in anderen asiatischen Metropolen. Kein Stress und keine Probleme von A nach B zu kommen. Das einzige, was wir von Kuala Lumpur kannten, waren die 452 Meter hohen Petronas Towers, und die wollten wir uns „in echt“ anschauen. Von 1996 bis zur Fertigstellung des Taipeh 101 im Jahre 2003 galten die Türme als die höchsten Gebäude der Welt. Die Fahrt auf die Petronas Towers geht nur bis zur 170 Meter hohen Brücke zwischen den beiden Türmen und kostet nichts. Man muss sich aber zwingend vorher anmelden, weil die Zahl der Besucher begrenzt ist und kommt dann, je nachdem wie voll es ist, ein bis vier Stunden später wieder, um hochzufahren. Am besten holt man sich das Ticket frühmorgens. Es ist sehr heiß und schwül in Kuala Lumpur, so dass sich das Leben oft nur in den klimatisierten Shoppingcentern abspielt. Die Stadt ist interessant, klinisch sauber und soll für das malaysische Wirtschaftswachstum stehen. Überall hängen Schilder und Plakate auf denen steht, dass Malaysia ab 2020 kein dritte Welt Land mehr sein will. Unser Eindruck war, dass das gelingen könnte. Fazit: Ein Abstecher in die Stadt lohnt sich auf jeden Fall.