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Australien-Blog

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„Das schafft ihr nie!“, sind die spontanen Worte einer Australierin. Ihr erzählen wir, dass wir in 100 Tagen den gesamten Kontinent Australien bereisen wollen. Sie schüttelt den Kopf. „Das ist viel zu wenig Zeit! Wisst ihr denn, wie groß diese Insel ist?“ „Oh ja“, lächeln wir sie an und winken mit unserer riesigen Landkarte. Mit dem Finger fahren wir grob unsere Strecke ab, fast einmal um Australien herum. Sie schaut uns mit großen Augen an und wünscht uns viel Glück. „Ich beneide euch, es gibt so viel zu sehen und zu erleben. Aber auch so viel zu fahren! Vergesst nicht: It‘s a big country!“ Ja, es ist ein großes Land, aber wir lassen uns davon nicht abschrecken. Wir wollen den Kontinent entdecken und unseren neuen Reisefilm drehen. „Australien in 100 Tagen“ soll er heißen. Der Name ist Programm.

Damit wir zur richtigen Jahreszeit am richtigen Ort sind, brauchen wir dringend Hilfe von Australien-Kennern. Also rufen wir die Spezialisten von Boomerang Reisen an. Der Chef, Andreas Macherey, ist schon rund 50 mal in Australien gewesen. Ein paar Tage später brütet er mit uns über der Landkarte und lässt einen Tipp auf den anderen folgen: „Hier, zum westlichsten Punkt Australiens, den Steep Point, da müsst ihr unbedingt hin! Mit dem Allradfahrzeug geht’s über eine hügelige Sandpiste bis zum rauen und wilden Westkap“, sagt er begeistert „Ist nur ein Umweg von schlappen 300 Kilometern, aber das müsst ihr gesehen haben!“ Über den Daumen gepeilt kommen wir auf gut 20.000 Kilometer, die wir in dreieinhalb Monaten zurücklegen wollen. Wenn wir alle seine Tipps beherzigen, dann kommen noch mal 5000 Kilometer dazu.

Und so sieht unsere grobe Route aus: Wir starten Anfang September in Perth, dort hat dann gerade der Frühling begonnen, und wir haben 35 Tage Zeit, um vor Beginn der Regenzeit in Darwin im Norden anzukommen. Mit dem Flieger geht’s ins Rote Zentrum. Eine Woche sind wir rund um Alice Springs unterwegs, schauen uns den Uluru (Ayers Rock) und das Outback an und fliegen dann Ende Oktober nach Cairns an die Ostküste. Diese fahren wir runter über Brisbane, Sydney und Melbourne. Kurz vor Weihnachten, mitten im südaustralischen Frühling, kommen wir dann in Adelaide an. Wir hoffen auf viele Sonnenstunden, denn das ist die wichtigste Voraussetzung bei einer Reise mit der Kamera. Nur dann sind die Farben schön knackig und die Bilder verursachen bei unseren Zuschauern akutes Fernweh.

Unsere Reise hat durch die fest gebuchten Flüge einige Fixpunkte, aber wir entscheiden vor Ort, wo wir lang fahren und welche Geschichten wir erzählen wollen. Da wir im Westen mit dem Offroad-Camper und im Osten mit einem Wohnmobil unterwegs sind, können wir flexibel aufs Wetter reagieren und der Nase nach fahren. Und weil es nach 100 Tagen Australien noch viel mehr zu erzählen gibt, als wir in einem abendfüllenden Film unterbringen können, gibt es auch ein Buch. Es ist das Buch zum Film, die Geschichte zur Reise und es sind unsere Tipps zum Nachreisen.


#09 Von Cervantes nach Coronation Beach

Stromatolithen am Lake Thetis

#08 Die Pinnacles

Im Nambug National Park

#06 Von Perth nach Yanchep Lagoon

109km, sonnig 23 Grad

#05 Wir mieten uns einen Geländewagen

Unser neues Zuhause für die nächsten 100 Tage

#04 Bring Your Own

Der erste Abend in Perth

#03 Menschen mit richtig viel Schotter

Tag 1, Perth, sonnig, 22 Grad

#01 Flug von Frankfurt nach Singapur

Flug von Frankfurt nach Singapur, 14225 km